Nicolas Werner: Glück und Seligkeit.
Ein Schauspiel
2. Auflage
ISBN 978-3-971175-21-1
Hardcover
Format 12,4 x 21,5 cm, 80 Seiten
Preis: 9,90 Euro
Ein Durchschnittsmensch sucht das Glück. Er durchquert auf seiner beschwerlichen Reise die seltsamsten Stationen - in Fantasie und Realität. Ihm begegnen Menschen mit ihren Lastern und Fehlbarkeiten. Doch wo lässt es sich finden, das Glück?
Nicolas Werner schrieb dieses Schauspiel als 17jähriger.
Leseprobe:
Prolog
Ein kleines Dörfchen nah am Ort,
die Geschicht beginnet dort.
Menschen leben dicht an dicht,
sehen doch einander nicht,
spüren sie nur ihre Pein,
leben eine Welt voll Schein!
Leise hört man Leute klagen,
träumen stets von bessren Tagen,
fühln sich groß und sind doch klein,
so kann niemand glücklich sein.
Jeder lebt so Tag um Tag
wie er’s will und wie er’s mag.
Einer aber ist hier schlauer,
will durchdringen diese Mauer.
Ist’s ein Bauer, kleiner Mann;
fühlt sich auch nicht besser dran.
Beginnt er einen Kampf im Leben,
fängt nun an, nach Glück zu streben.
Ziehet los, auf seine Weise
Freud zu finden auf der Reise.
Wer bin ich?
(In des Bauern Stube. Der Bauer im Zimmer stehend und aus dem Fenster blickend.)
Bauer: Steh vorm Fenster tagelang,
zu bekämpfen meinen Zwang.
Ein kleiner Mensch auf dieser Welt,
Tag um Tag auf Glück bestellt,
achte ich’s als groß Geschenke,
dass ich bin und dass ich denke.
Ist es gleich ein Fluch und Segen,
sich die Welt zu überlegen.
Doch das Wirken meines Strebens
scheint am Ende stets vergebens.
Seh ich meine Nachbarn an,
lebt ein jeder wie er kann:
Immer nur auf sich bedacht,
gieren sie nach Ruhm und Macht.
Keine Zeit ist zu verschwenden,
bloß das Leben schnell beenden.
Was das Dasein selber schenkt,
wird verkannt und wird verdrängt.
Auch wenn sie mir Freud zerstören,
muss ich doch dazu gehören,
habe Angst und bin allein;
so kann ich nicht weiter sein.
Ein tiefes Loch in meiner Brust
beginnt zu stärken meinen Frust.
Als Mensch bin ich hier viel zu klein,
bin weder stark, noch kann ich’s sein!
Weit entfernt von Zweck und Sinn
steht die Sorg: „Wo soll ich hin?“
Bleibt mir auch zu fragen mich:
„Bin ich’s selbst? Und wer bin ich?“
...